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HINTERM HORIZONT - Biografie Udo Lindenberg

Das Leben des Panikrockers

Der deutsche Rockmusiker Udo Lindenberg erblickt 1946 in Gronau das Licht der Welt. Schon in seiner Kindheit beginnt Udo Lindenberg zu trommeln, als erstes Schlagzeug gelten einfache Benzinfässer. Auch während seiner Ausbildung zum Kellner, die er mit 15 Jahren in Düsseldorf beginnt, trommelt er in den Kneipen der Altstadt.

Danach zieht es Udo Lindenberg hinaus in die Welt: Die Wanderjahre führen ihn nach Norddeutschland und Frankreich, nach Tripolis und Münster. In Münster besucht er die Musik-Akademie. Mit 17 Jahren spielt Udo Lindenberg für ein Jahr in den Klubs des US-amerikanischen Luftwaffenstützpunkts. Im Jahre 1968 verschlägt es den heutigen Rockmusiker nach Hamburg, 1969 spielt er Schlagzeug in der Band „City Preacher“. Im selben Jahr gründet Udo Lindenberg seine erste Band „Free Orbit“. Seine erste Langspielplatte entsteht im Jahr 1970, außerdem arbeitet er mit Knut Kiesewetter und Michael Naura zusammen.

In München lernt er Klaus Doldinger kennen und wirkt unter anderem bei der Titelmelodie von Tatort mit.

Der DurchbruchDen großen Durchbruch schafft „der Musiker mit der Sonnenbrille“, mit dem Album „Andrea Doria“. Gerade das Lied „Cello“ steht ganz oben in den Hitlisten. Im selben Jahr geht Udo Lindenberg erstmalig mit dem Panikorchester auf Tour.

Das Rock-Urgestein ist nicht nur als Musiker bekannt, vielmehr macht er sich auch als Schriftsteller und Kunstmaler einen Namen: 1975 erscheint das Buch „Albert Alptraum bis Votan Wahnwitz“.

1977 entsteht die Langspielplatte „Panische Nächte“ und 1979 die „Dröhnland Symphonie“. Mit der „Dröhnland Symphonie“ geht er dann 1979 auf Tournee und im selben Jahr erscheint auch das Taschenbuch „Hinter all den Postern“.

In dieser Zeit lebt „der Mann mit dem großen Hut“ in Hamburg, in der Villa Kunterbunt, gemeinsam mit Marius Müller-Westernhagen sowie Otto Walkes. Die 80er Jahre beginnen mit der Produktion des Films „Panische Zeiten“, in dem Udo Lindenberg unter anderem gemeinsam mit Karl Dall mitspielt. Ebenso entsteht die gleichnamige Schallplatte. Udo Lindenberg produziert erstmalig in New York.

1981 erscheinen die Bücher „Rock und Rebellion – ein panisches Panorama“ sowie „Das Textbuch“ und musikalisch produziert er die Langspielplatte „Udopia“.

Star in OstenMit dem Hit „Sonderzug nach Pankow“ erreicht der Rockmusiker einen großen Erfolg und darf im Jahre 1983 „endlich“ in der DDR ein Konzert geben. Der Auftritt von Lindenberg erfolgt im Palast der Republik in Ost-Berlin. Die geplante Tournee durch den Osten Deutschlands für das Jahr 1984 wurde allerdings abgesagt. 1985 folgt ein Auftritt in Moskau. Unter anderem singt Lindenberg gemeinsam mit der russischen Sängerin Alla Pugatschowa das Lied: „Wozu sind Kriege da“.

Die Langspielplatte „Phönix“ entsteht 1986 unter Horst Königstein. Die Ballade „Horizont“ widmet Lindenberg der 1986 verstorbenen Privat-Sekretärin Gabi Blitz.

1987 erscheint die Langspielplatte „Feuerland“ und Udo Lindenberg spielt auf Konzerten in Leningrad und Moskau. Des Weiteren gastiert er auf unterschiedlichen Open-Air-Konzerten in Deutschland. Im selben Jahr schenkt er Erich Honecker eine Gitarre und eine Lederjacke und erhält im Gegenzug eine Schalmei. 1988 gibt es Auftritte mit bekannten Künstlern vor dem Reichstag: Nina Hagen, Michael Jackson und Pink Floyd. Die erste deutsch-russische Langspielplatte entsteht. „Lieder statt Briefe“ ist eine Gemeinschaftsproduktion mit der russischen Sängerin Alla Pugatschowa.

Die erste Autobiografie (El Panico)erscheint 1989, im selben Jahr beginnt der Rocksänger die Zusammenarbeit mit Sezen Aksu. Das Bundesverdienstkreuz am langen Bande wird Udo Lindenberg durch den Bürgermeister von Berlin verliehen.

Im Jahr 1990 ist es endlich so weit und Udo Lindenberg geht mit seinem Panikorchester im Osten Deutschlands erstmalig auf Tournee. Sein 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert der Künstler unter anderem mit Nena, Rio Reiser, BAP und Nina Hagen im Jahre 1994. In den 90er-Jahren wird Lindenberg auch als Kunstmaler aktiv und präsentiert seine erste Ausstellung 1996. Ein neues Textbuch erscheint: „Hinterm Horizont geht’s weiter“.

Zum Jahrestag des Mauerfalls findet im November 1999 ein Konzert vor dem Brandenburger Tor statt.

Musiker und KunstmalerAuch in den 2000er-Jahren bleibt Udo Lindenberg musikalisch als auch als Kunstmaler im Gespräch. 30.000 Zuschauer sind live beim „Rock for Germany-Festival“ in Dresden mit dabei, das im Oktober 2000 stattfindet und mit „Atlantic Affairs“ veröffentlicht Lindenberg 2002 sein 33. Studioalbum. 2003 geht es erstmalig zu einer musikalischen Reise nach China und der „Sonderzug nach Pankow“ wird als bunt bemalter Zug, mit 13 Waggons, Wirklichkeit. Er fährt die Strecke Berlin-Magdeburg.

2004 feiert Lindenberg sein 30-jähriges Bühnenjubiläum, das unter dem Motto „Aufmarsch der Giganten“ steht.

Auch als Kunstmaler setzt sich Lindenberg erneut in Szene: „Die Zehn Gebote“ finden in einer Ausstellung in der Hamburger St. Jacobi Kirche ihren Platz. Die „Panische Malerei“ präsentiert sich 2006 in zahlreichen Ausstellungen: Unter anderem gibt es Ausstellungen in Fulda, Hamburg, Mannheim, Dresden und Cottbus.

Sehr erfolgreich präsentiert sich das Album „Stark wie Zwei“: Es erscheint im März 2008 und ist bisher 630.000 Mal verkauft worden.

Das Musical HINTERM HORIZONTDas Musical HINTERM HORIZONT feiert seine Premiere im Januar 2011 im Berliner Theater am Potsdamer Platz. Während der Spielzeit besuchen mehr als 400.000 Gäste das Musical, sodass die Spielzeit schließlich verlängert wird. Udos East-Side-Story gilt als das erfolgreichste Musical aller Zeiten in Berlin. Außerdem wird hier deutsche Geschichte lebendig und das Musical interessiert nicht nur erwachsene Besucher, sondern vielfach auch Schüler. Im Juni 2013 findet das Schülermusical erstmalig in der Musikalischen Komödie Leipzig statt und präsentiert sich ebenso sehr erfolgreich.

Politisch aktivUdo Lindenberg wohnt heute im Atlantic-Hotel in Hamburg und giltseit langem als ein politisch aktiver Mensch. Er engagiert sich bei Projekten gegen den Neonazismus, beteiligt sich aktiv bei der Afrikahilfe und vertritt die pazifistische Weltsicht.

Seine Liedtexte umfassen zwischenmenschliche Themen genauso wie die gesellschaftliche Thematik. Er besingt seine eigene Alkoholproblematik, die Liebe nimmt in seinen Liedern einen großen Stellenwert ein und als großer Nachkriegslyriker greift er in seinen Liedern auch politische Themen auf.

Preise und AuszeichnungenUdo Lindenberg hat unzählige Auszeichnungen für seine musikalischen Leistungen erhalten. Unter anderem wird ihm der Echo dreimal verliehen, er bekommt zweimal die Goldene Stimmgabel sowie die Goldene Kamera für sein musikalisches Lebenswerk. Zuletzt erhält der deutsche Rockmusiker 2012 den deutschen Radiopreis.

Ein Platz in Gronau erhält den Namen Udo-Lindenberg-Platz und auf der Reeperbahn in Hamburg findet man den „Walk of Fame“ – ein eigener Stern für den deutschen Rockmusiker.

Udo Lindenberg gilt als Motor der deutschen Rockmusik und mit dem Musical HINTERM HORIZONT hat er erneut ein Zeichen der deutschen Geschichte gesetzt.

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