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BODYGUARD - Das Musical - Die Story des Musicals

Die Handlung im Musical

BODYGUARD – Das Musical basiert auf dem von Mick Jackson gedrehten Film “Bodyguard”, der im Jahr 1992 in die Kinos kam. Die Texte stammen aus der Feder von Alexander Dinelaris; die Lieder wurden aus dem Film sowie aus dem Repertoire Whitney Houstons übernommen. Am 5. Dezember 2012 feierte BODYGUARD – Das Musical seine Uraufführung im Londoner Adelphi Theatre. Im Rahmen der Tournee standen auch Aufführungen im Vereinigten Königreich sowie auch in Utrecht am Programm. Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 21. November 2015 in Köln (Musical Dome) statt.

Das Leben eines Superstars – Rachel Marron kostet alles aus

Rachel Marron hat alles, was man sich erträumt. Sie ist nicht nur eine der bekanntesten, sondern auch eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt. Sie lebt ein Leben, welches nur ganz wenigen Superstars vorbehalten ist. Sie feiert, macht Party und liebt den Erfolg. Doch das Glück wird bald getrübt. Rachel erhält regelmäßig Morddrohungen. Ein Stalker sendet ihr immer wieder Briefe und bedroht ihr Leben. Rachel nimmt den Stalker zu Beginn nicht ernst; was soll ihr schon passieren? Doch eines Tages bricht der Psychopath in die Villa des Superstars ein. Das Management erkennt – der Stalker ist nicht nur eine Gefahr für Rachel, sondern für ihre gesamte Familie. Vor allem ihr Sohn Fletcher ist in Sorge. Er hat Angst, dass seiner Mutter etwas zustoßen könnte. Auch wenn Rachel die Situation – selbst nach dem Einbruch – noch gelassen nimmt, keine Angst hat, dass ihr etwas passieren könnte, sehen das die Außenstehenden anders. Sie wissen, dass sich die Sängerin in Lebensgefahr befindet. Der Stalker, der noch zu Beginn lediglich mit Briefen auf sich aufmerksam machte, wird eine immer größere Gefahr. Vor allem erscheint der Stalker unberechenbar; niemand weiß, welche Pläne er noch hat und ob er tatsächlich Rachel Marron ermorden möchte.

Frank Farmer – der Bodyguard und ehemalige Geheimagent

Aus diesem Grund engagiert Marrons Management Frank Farmer. Farmer ist ein ehemaliger Geheimagent und soll das Leben der Sängerin schützen. Er wird als Bodyguard angeheuert. Doch beide Seiten kommen mit der Situation nicht klar. Während Frank Farmer weiß, welche Gefahren lauern, ist Rachel der Ansicht, keinen “Babysitter” zu brauchen. Sie will weiterhin ihr luxuriöses Leben leben und möchte sich keine Regeln vorschreiben lassen. Ein Grund, warum – seit der Einstellung Farmers als Bodyguard – immer wieder Spannungen zwischen den beiden Seiten entstehen. Doch Rachel erkennt relativ schnell, dass es wohl besser ist, sich an Farmers Sicherheitsvorkehrungen zu halten. Schlussendlich wird der Stalker immer aggressiver; immer wieder sendet er Briefe und Morddrohungen an den Superstar. Doch während das Verhältnis zwischen Farmer und Marron noch zu Beginn als angespannt eingestuft werden kann, kommen sie sich tatsächlich näher. Doch Frank Farmer weiß, dass die Gefühle nicht die Arbeit stören sollen. Denn spätestens dann, wenn Gefühle im Spiel sind, wird das logische Denken schwieriger. Er weiß, dass er sich konzentrieren muss und er weiß auch, dass eine Liebe nur dann möglich ist, wenn der Job nicht mehr im Weg steht. Seine Aufgabe ist es, dass er Rachel beschützt und notfalls das Leben rettet.

Der Auftritt bei der Oscarverleihung

Rachel soll während der Oscar-Verleihung auftreten. Frank Farmer will dies verhindern und den Auftritt absagen, doch die Sängerin bleibt stur. Sie möchte die Gelegenheit nutzen und ihr Talent unter Beweis stellen. Farmer weiß – der Auftritt während der Oscarverleihung ist der ideale Zeitpunkt, um ein Attentat auf sie zu verüben. Genau so kommt es schlussendlich auch. Der verrückte Stalker positioniert sich im Rang und schießt auf Rachel. Doch Farmer kann die todbringende Kugel abfangen; er wirft sich in die Schussbahn und wird schwer verletzt. Doch Farmer überlebt. Der Auftrag ist beendet – Farmer hat seine Rachel gerettet. Am Ende, nachdem keine beruflichen Verpflichtungen mehr bestehen, werden sie ein Liebespaar.

Die Musik – das Highlight von BODYGUARD – Das Musical
Die Erfolgsgeschichte des Films sorgte mitunter dafür, dass BODYGUARD – Das Musical zum Leben erweckt wurde. Vor allem war es auch der Film-Soundtrack, der für den enormen Erfolg an den Kinokassen sorgte. Bis heute ist der Film-Soundtrack die unangefochtene Nummer 1 im Bereich der Filmmusik und wurde über 44 Millionen Mal verkauft. Da Kevin Costner, der im Film die Rolle des Frank Farmers übernahm, sowie Lawrence Kasdan, dem Drehbuchautor des Films, die Freigabe erteilte, BODYGUARD – Das Musical aufzuführen, fand sich Alexander Dinalaris. Dinalaris, der noch zu BODYGUARD – Das Musical eher unbekannt war, erhielt wenig später für sein Drehbuch zu “Birdman” einen Oscar.

Die Unterschiede

Viele Unterschiede, die zwischen dem Film “Bodyguard” und BODYGUARD – Das Musical sichtbar sind, gibt es nicht. Die Handlung wurde 1 zu 1 übernommen; selbst Dialoge wurden 1 zu 1 kopiert. Gravierende Unterschiede sind vor allem die Lieder. Denn im Rahmen der Aufführung wurden nicht nur die bekannten Lieder des Soundtracks gewählt, sondern auch eigene, von Whitney Houston aufgenommene Lieder, welche nicht im Film zu hören bzw. nicht für den Film gedacht waren, da sie entweder vor oder nach 1992 auf den Markt kamen.

Die Musik von BODYGUARD – Das Musical

BODYGUARD – Das Musical enthält insgesamt 16 Songs aus der Feder, der im Jahr 2012 verstorbenen Whitney Houston. Aus diesem Grund wird BODYGUARD – Das Musical auch gerne das “Whitney Houston-Musical” genannt. Darunter finden sich aber nicht nur Klassiker, die bereits im Film zu hören waren und sich auf dem Soundtrack befanden (etwa “I Will Always Love You”, “Run to You”, “Queen of the Night”, “Jesus Loves Me” oder auch “I’m Every Woman”), sondern auch zahlreiche andere Klassiker, die im Endeffekt nichts mit dem Film zu tun hatten. So etwa “How Will I Know” oder auch “I’m Your Baby Tonight” sowie “I Wanna Dance with Somebody”. Dinelaris wählte hier vor allem Houstons bekannteste Stücke, um sie direkt in das Musical einzubauen. So ist “I Wanna Dance with Somebody” das Abschluss-Stück von BODYGUARD – Das Musical und wird am Ende präsentiert. “I Will Always Love You” wird hingegen zweimal performt. So von Rachel Marron am Ende des zweiten Akts und auch von Frank Farmer am Ende des ersten Akts. Zu beachten ist, dass es der einzige Song ist, den Frank Farmer während der Aufführung singen muss.

Die Londoner Uraufführung im Londoner Adelphi TheatreWhitney Houston, welche im Film “Bodyguard” die Rolle der Rachel Marron verkörperte, wurde im Rahmen der Londoner Uraufführung von Heather Headly verkörpert. Heather Headly ist Sängerin, Schauspielerin sowie auch Produzentin und Songwriterin, welche am 5. Oktober 1974 das Licht der Welt in Trinidad and Tobago erblickte. 2002 veröffentlichte sie ihre erste CD “This Is Who I Am”. Danach folgten drei weitere Alben: “In My Mind” 2006, “Audience of One” 2009 sowie “Only One in the World” im Jahr 2012. 1999 erhielt Headly den begehrten Tony Award in der Kategorie “Beste Darstellerin” im Stück “Aida”. 2003 konnte sie zwei “Soul Train Lady of Soul Awards” für “He Is” und “I Wish I Wasn’t” gewinnen. 2010 erhielt sie auch einen Grammy für “Audience of One” in der Kategorie “R&B Gospelalbum”. Somit konnte für die Uraufführung im Londoner Adelphi Theatre eine wahre Größe gefunden werden. Neben Heather Headly war auch Lloyd Owen in der Rolle des Frank Farmer, Ray Shell als Bill Devaney, Nicolas Colicos als Tony Scibelli sowie Mark Letheren als Stalker zu sehen. In den weiteren Rollen waren David Page als Rory, Sean Chapman als Sy Spector, Debbie Kurup als Nicki Marron sowie James Wooldbrige als Douglas zu sehen. Robert Jezek verkörperte die Rolle des Terry Minella, Oliver Le Sueur war als Ray Court zu sehen und Gil Kolirin als Jimmy; Mark McKerracher verkörperte die Rolle des Herb Farmer.

Die deutsche Premiere – Köln im Ausnahmezustand
Auch im deutschsprachigen Raum wurde BODYGUARD – Das Musical bereits aufgeführt. Im Oktober 2015 wurde bekannt gegeben, dass die Hauptrolle in BODYGUARD – Das Musical von Patricia Meeden gespielt werden würde. Meeden, eine im Jahr 1986 geborene Berlinerin, war bereits schon in mehreren Episoden von “SOKO Leipzig”, “Letzte Spur Berlin” oder auch “Heldt” zu sehen. Meeden ist nicht nur Schauspielerin, sondern ist auch als Sängerin sowie auch Musicaldarstellerin tätig. Am 21. November 2015 war es dann soweit: BODYGUARD – Das Musical feierte endlich seine deutschsprachige Premiere in Köln. Tobias Rohe war für die Übersetzung der Texte zuständig. Thea Scharrock übernahm die Rolle des Regisseurs, während Frank Thompson zum Associate Director ernannt wurde. Emma Hunter wurde für die Tanzeinlagen angestellt, während Karl Bowe zum sogenannten “Assistant Dance Captain” ernannt wurde. Für das Bühnenbild sowie die Kostüme war Tim Hatley zuständig. Die Choreographie wurde von Karen Bruce geplant. Chris Egan war hingegen für die Orchestration während BODYGUARD – Das Musical zuständig. Der Production Musical Supervisor sowie Gesangscoach war Mike Dixon; Musical Supervisor und ebenfalls Gesangscoach war Richard Beadle. Mark Henderson war für das Licht, Richard Brooker für den Sound und Duncan McLean für die Videos verantwortlich.

Die Hauptrolle der Rachel Marron wurde von Patricia Meeden verkörpert. Als Frank Farmer war Jürgen Fischer zu sehen. In den weiteren Rollen traten Dennis Kozeluh als Bill Devaney, Christian P. Hauser als Tony Scibelli sowie Tom Viehöfer als Stalker auf. Fletcher wurde von unterschiedliche Personen (Gabriel de Freitas Rolfs, Noah Londji, Lamin Timera, Jamie Odonkor, Richard Agbonlahor, Lamin Camara, Tiago Guimaraes Pina de Carvalho oder auch Philipos Tsehaye) verkörpert. Die Rolle des Sy Spector wurde von Jadran Malkovich übernommen. Sidonie Smith und Tertia Botha verkörperten die Rolle der Nicki Marron, während Lee Rychter in die Rolle des Ray Court schlüpfte.

Folgende Lieder werden im ersten Akt gesungen:

  • Das Ensemble mit Rachel Marron: “Queen of the Night”
  • Fletcher Marron, Rachel Marron und das Ensemble: “I’m Your Baby Tonight”
  • Rachel Marron und der Stalker: “Oh Yes”
  • Nicki Marron: “Saving All My Love”
  • DJ, Rachel Marron und das Ensemble: “So Emotional”
  • Nicki Marron und Rachel Marron: “Run To You”
  • Die Karaoke Girls: “How Will I Know”
  • Frank Farmer: “I Will Always Love You”
  • Nicki Marron und Rachel Marron: “I Have Nothing”

Im zweiten Akt werden folgende Lieder gesungen:

  • Rachel Marron und das Ensemble: “All the Man That I Need”
  • Rachel Marron und das Ensemble: “I’m Every Woman”
  • Nicki Marron: “All At Once”
  • Fletcher Marron, Nicki Marron und Rachel Marron: “Jesus Loves Me”
  • Rachel Marron und das Ensemble: “Jesus Loves Me”
  • Rachel Marron: “One Moment In Time”
  • Rachel Marron: “I Will Always Love You”
  • Schlusslied: “I Wanna Dance With Somebody”

Die Liedauswahl zeigt, dass vorwiegend die Hauptdarstellerin – also die Schauspielerin, welche den Charakter der Rachel Marron verkörpert – singt. Frank Farmer, der ebenfalls als Hauptdarsteller von BODYGUARD – Das Musical gilt, ist hingegen nur mit einem Lied vertreten.

BODYGUARD – Das Musical: AuszeichnungenBODYGUARD – Das Musical wurde im Jahr 2013 in vier Kategorien für den begehrten “Laurence Olivier Award” nominiert. Es blieb jedoch bei den Nominierungen in den Kategorien “Best New Musical”, “Best Performance in a Supporting Role in a Musical” (Debbie Kurup), “Beste Performance” (Heather Headley) sowie “Best Set Design! (Tim Hatley).
BODYGUARD – Das Musical mag zwar auf den 1992 erschienen Kinofilm basieren, ist aber eine eigenständige Produktion, welche durchaus begeistert. Vor allem diejenigen Personen, die schon 1992 im Kino saßen und die Geschichte von Rachel Marron und Frank Farmer auf der Leinwand beobachteten. Aber auch die jüngere Generation, die den Film nur aus dem TV kennt, wird begeistert sein. Mit BODYGUARD – Das Musical ist – vergleichbar mit anderen Musicals, welche sich an einem Film orientierten – ein Werk gelungen, das tatsächlich dem Publikum das Gefühl gibt, den Film live zu erleben. BODYGUARD – Das Musical ist ein absolutes Erlebnis für jede Generation und überzeugt. Nicht nur auf Grund der Hits von Whitney Houston, sondern auch auf Grund der Kostüme, des Bühnenbildes und der Leistungen der Darsteller.

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